
So ein Häusschen in Schweden am See, umgeben von schöner Natur, mit der Familie und Freunden am späten Abend grillen und die langen Sommernächte genießen – das wäre doch ganz nett, oder?
Mit einem Kauf einer Immobilie in Schweden hast du die Möglichkeit zwei praktische Dinge miteinander zu kombinieren: 1. Geld investieren, 2. Schönen Urlaub machen ;)
Was man beim Kauf von Häusern am Wasser beachten sollte: Strandskydd
Wenn du dich für ein Haus in Schweden interessierst, das am Wasser liegt, solltest du dir bewusst machen, dass es dort ein Gesetzt gibt, das umgangssprachlich strandskydd genannt wird – direkt übersetzt: „Strandschutz“.
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Was Strandskydd bedeutet
… dass man innerhalb der 100m vom Ufer aus landeinwärts und „-auswärts“ nicht einfach bebauen darf – auch keinen Steg. Sogar das Aufstellen von Bänken oder Fahnenstangen ist genehmigungspflichtig. Kurz gesagt: nur renovieren geht.
Der Strandskydd gilt am Wasser, also an Seen, am Meer und Wasserläufen. Jedoch nicht an Wasserläufen, wie Bächen, die weniger als 2 Meter breit sind oder an Seen (Inlandgewässern) deren Fläche weniger als einen Hektar groß ist.
Wo findet man das Gesetz? Hier steht’s geschrieben in den Paragraphen 13 bis 18 im siebten Kapitel des schwedischen Umweltgesetzbuches Miljöbalken (1998:808). Der Link zum Gesetz, hier.
Wichtig beim Kauf: Kopie der Genehmigung
Wenn du vor hast ein Grundstück oder Haus am See zu kaufen, wo es in dem „Strandskydd“-Bereich bereits ein kleines Gebäude, wie z.B. eine Sauna, oder einen Steg gibt, kann es sein dass einer der vorigen Besitzer diese ohne Zulassung gebaut hat. Deswegen unbedingt nach einer Kopie der Genehmigung fragen oder bei der Kommune anfragen ob es diese gibt. Sonst kann es sein, dass du die Sauna oder den Steg auf eigene Kosten abreißen musst.
Hintergrund des Strandskydd
Sinn des Gesetzes
- Die Allgemeinheit soll sich frei am Ufer entlang bewegen können (siehe auch das verwandte Gesetz Allemansrätten, Jedermannsrecht)
- Die Natur am Ufer soll geschützt werden
Seit wann? 1950 wurde das erste provisorische Gesetz eingeführt, was nur an gewissen Stellen galt. 1975 wurde es ein allgemeines Gesetz was seit dem in ganz Schweden gilt.
Was passiert mit den schwedischen Häusern und Stegen, die vor dem Gesetz am Wasser gebaut wurden? Glück gehabt. Die durften natürlich auch weiter da stehenbleiben. Jedoch darf man die nicht willkürlich weiter ausbauen – nur kleinere Ausbauten sind erlaubt. Aber auch da sollte man sich vorher bei der Kommune erkundigen um nicht einen Abriss des Anbaus zu erwirken.
Das alles ist natürlich ein Grund, warum es besonders ist ein Haus in Schweden direkt am Wasser zu haben.
Für dich als Hauskäufer bedeutet das, dass du, wenn du dir ein Haus am See kaufst, du auch davon ausgehen kannst, dass auf der anderen Seite des Sees – da wo du jeden Morgen beim Frühstücken hinguckst – nicht damit rechnen musst, dass da plötzlich neue Häuser gebaut werden, deren Bewohner dann beim Frühstück dir auf die Eier gucken.
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